24 Sep
Partyabend geht in die Hose
Merkur Bericht zum Spiel der Damen 1 gegen HBC Nürnberg. Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs. Bericht: TOBIAS EMPL
29 Sep
HCD Gröbenzell - HSG Würm-Mitte 22 35:17
Merkur Bericht zum Spiel der Damen 1 gegen HCD Gröbenzell. Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs. Bericht: TOBIAS EMPL
Mit einer Niederlage hatte man zwar rechnen können, die Dimension aber sorgte bei der HSG Würm-Mitte dann doch für hängende Köpfe: Das Derby bei Drittliga-Absteiger HCD Gröbenzell ging für die Handballerinnen aus dem Würmtal mit 17:35 komplett in die Hose. Trainer Alexander Zwermann legt den Finger in die Wunde.
Würmtal – Wenn ein Absteiger aus der dritten Liga einen Aufsteiger aus der Oberliga empfängt, sind die Rollen klar verteilt. Eine große Überraschung ist es also nicht gewesen, dass der HCD Gröbenzell sich am Samstagabend im Regionalliga-Derby gegen die HSG Würm-Mitte durchgesetzt hat. Schon im Vorfeld hatte HSG-Trainer Alexander Kolb betont, man könne in diesem Spiel nicht mit zwei Punkten rechnen. Eine derart heftige Niederlage allerdings hatten sich die Handballerinnen im Derby trotzdem nicht ausgemalt. Mit 17:35 (5:18) mussten sich die Gäste so deutlich geschlagen geben wie schon lange nicht mehr. „Gröbenzell hat eine gute Mannschaft. Sie sind nach dem Abstieg zu einem Großteil zusammengeblieben und mit Sicherheit ein Titelkandidat“, sagte der gemeinsam mit Kolb für das HSG-Team verantwortliche Alexander Zwermann über die siegreichen Gastgeberinnen. Das hinderte ihn aber nicht daran, die Fehler im eigenen Spiel klar zu benennen. „Man muss es ganz klar aussprechen: Unser Problem ist unser Angriff“, sagte der Trainer. Schon bei der Auftaktniederlage gegen den HBC Nürnberg waren Würm-Mitte lediglich 22 Treffer geglückt. Nur fünf eigene Tore im ersten Durchgang am Samstag sprechen eine deutliche Sprache. Besonders im Umgang mit offensiven Deckungen wie der von Gröbenzell tue sich seine Mannschaft scher, so Zwermann. „Es geht um die Ballsicherheit, aber auch um Bewegung ohne Ball. Den Ball im Stand anzunehmen und dann erst die Aktion zu starten, reicht gegen so einen Gegner nicht.“ So half es auch wenig, dass die Würmtaler Wildkatzen wie gewohnt eine ordentliche Deckung stellten. „Von den 18 Gegentoren in der ersten Halbzeit waren elf nach Gegenstößen. Sie haben jeden unserer Fehler bestraft“, sagte Zwermann. Zudem schlugen die Gäste selbst aus eigenen Ballgewinnen zu wenig Kapital. Etwa ab der 40. Minute war eine deutliche Leistungssteigerung bei der HSG zu erkennen, auch weil das Trainerteam auf vier Rückraumspielerinnen umstellte. „Dadurch konnten wir die Räume, die sich durch ihre sehr offensive Deckung ergeben haben, besser nutzen“, stellte der Trainer fest. „Wir hätten wahrscheinlich schon früher reagieren müssen“, ergänzte Zwermann selbstkritisch. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt schon lange entschieden, immerhin konnte Würm-Mitte die eigene Trefferausbeute im Vergleich zur ersten Halbzeit aber mehr als verdoppeln. „Im Rückspiel wollen wir sie von Anfang an mehr fordern“, kündigte Zwermann an. Die ersten Regionalliga-Punkte wollen sich die Wildkatzen freilich schon deutlich früher schnappen. Die nächste Chance dazu bietet sich am Samstag zu Hause gegen den TSV Haunstetten II, der in der Vorsaison in der Oberliga Süd zwei Punkte hinter der HSG landete und anschließend über die Relegation den Aufstieg schaffte. „Es waren immer enge Spiele gegen Haunstetten, aber da müssen zwei Punkte her“, fordert der HSG-Coach.
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