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Heim-Matchball vorbereitet
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HSG Würm-Mitte 22 - HBC Nürnberg 22:26
Merkur Bericht zum Spiel der Damen 1 gegen HBC Nürnberg. Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs. Bericht: TOBIAS EMPL
Die HSG Würm-Mitte findet beim Regionalliga-Auftakt gegen Mitaufsteiger HBC Nürnberg gut ins Spiel, gibt das Duell vor heimischem Publikum aber anschließend aus der Hand. Dennoch findet die Partie einen versöhnlichen Ausklang für die Würmtaler Wildkatzen.
von Tobias Empl
Würmtal - Der erhoffte Partyabend ist ausgeblieben. Die Damen I der HSG Würm-Mitte mussten sich im ersten Saisonspiel nach dem Regionalliga-Aufstieg dem HBC Nürnberg mit 22:16 (9:12) geschlagen geben. „Unser Angriffsspiel war nicht gut genug, und wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Das wird dann auch gegen einen Mitaufsteiger bestraft“, lautete die Erklärung des gemeinsam mit Alexander Zwermann für die Würmtaler Handballerinnen verantwortlichen Trainers Alexander Kolb.
Wer damit gerechnet hatte, die Mannschaft würde im ersten Regionalliga-Spiel Anzeichen von Nervosität zeigen, sah sich eines Besseren belehrt.
„Wir haben in den ersten 15 bis 20 Minuten gut ins Spiel gefunden und genau das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Kolb. Vor allem Rückraumspielerin Johanna Stenzel war zunächst kaum zu halten, sie erzielte fünf der ersten sechs HSG-Treffer. Nach einer Viertelstunde lagen die Würmtaler Wildkatzen mit 7:5 vorne, nach knapp 20 Minuten noch immer knapp mit 9:8.
Anschließend aber wollten keine Tore mehr fallen. „Wir haben den Faden verloren und leichte Fehler gemacht. Solche Fehler werden in dieser Liga eben schneller bestraft“, kommentierte Kolb. Bis zur Halbzeitpause zogen die Gäste auf 12:9 davon. Im zweiten Durchgang konnte Topwerferin Stenzel berufsbedingt nicht mehr mitwirken, was es für die in der Deckung über weite Strecken überzeugende HSG im Angriff nicht unbedingt einfacher machte. Zwar brachten Laura Knapp und Emilia Seethaler ihr Team gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder auf 11:12 heran, danach aber gelang offensiv nicht mehr viel. Nürnberg baute den Vorsprung kontinuierlich aus und lag nach 53 Minuten sogar mit neun Toren Vorsprung vorn.
In der Schlussphase aber zeigten die Wildkatzen eine deutliche Leistungssteigerung und konnten das Ergebnis noch erträglich gestalten. „Wir haben uns noch einmal aufgerafft und deutlich mehr Qualität und Tempo ins Spiel gebracht“, so Kolb. Den positiven Schlusspunkt setzte Emma Ehlers, die in der 60. Minute auch bei ihrem dritten Versuch von der Siebenmeterlinie die Nerven bewahrte. „Es ist stark, dass sie mit 17 Jahren diese Verantwortung übernimmt“, lobte Würm-Mittes Trainer. Auch die wie Ehlers erst im Sonner neu zum Team gestoßene Torhüterin Melina Georgines überzeugte. „Die Neuzugänge haben generell sehr gute Leistungen gebracht“, sagte Kolb.
Der Saisonauftakt hinterlässt bei ihm gemischte Gefühle. „Wir haben gezeigt, dass wir es können. Wir müssen aber unsere Leistung konstanter abrufen und die technischen Fehler abstellen.“ Die nächste Chance dazu bietet sich am kommenden Samstag (18 Uhr) im Derby beim HCD Gröbenzell.
HSG Würm-Mitte - HBC Nürnberg 22:26 (9:12)
HSG Würm-Mitte: Müller, Georgines, Ehlers (4/3), Seethaler (6), Knapp (1), J. Stenzel (5/3), Krohn (1), Leupold von Löwenthal (1), Fischer, Barr, König (1), Maushart, L. Stenzel (1), Kiessling, Schilling (2)

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